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DAS SPENDEVERFAHREN
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Die heutige Standardmethode der Blutstammzellgewinnung ist die Separation aus dem
Blutkreislauf nach medikamentöser Vorbehandlung. Die Spender und wir haben damit sehr
gute Erfahrungen gemacht. Unter Wegfall der Narkose und des Krankenhausaufenthaltes
wird das Blut aus einer Armvene unter Zusatz eines blutgerinnungshemmenden Mittels in
einem Zellseparator aufgetrennt. Ein Teil der Blutstammzellen wird computergesteuert
entnommen, und die übrigen Blutbestandteile fließen ständig über eine andere Armvene zurück.
Dieser Vorgang dauert nur drei bis vier Stunden. Bei Bedarf kann dieses Verfahren am
folgenden Tag nochmals wiederholt werden.
In seltenen Fällen wird noch das ursprüngliche Verfahren der Knochenmarkentnahme unter
Vollnarkose durchgeführt. Hierbei wird der Beckenkamm mit einer Hohlnadel punktiert.
Bei diesem Verfahren ist ein stationärer Aufenthalt von etwa drei Tagen in unserer
Universitätsklinik nötig. Auch bei der Knochenmarkentnahme erfährt der Spender keine
gesundheitliche Beeinträchtigung. Es wird zum einen nur ein gewisser Anteil der Zellen
entnommen, zum anderen bildet der Körper diese Menge in einem Zeitraum von ein bis zwei
Wochen wieder vollständig neu.
Der Spender ist für beide Verfahren versichert und es werden ihm alle entstehenden Unkosten,
auch der Lohnausfall, erstattet. Eine Vergütung für die freiwillige Spende selbst wird nicht
gewährt.
Wir hoffen, Ihnen hiermit eine erste Information gegeben zu haben, die Ihnen die Entscheidung
zur lebensrettenden Blutstammzellspende erleichtern wird.
Falls Sie zusätzliche Fragen haben, so sind die Mitarbeiter der Spenderzentrale gern zu
weiteren Auskünften bereit.
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Die Laboruntersuchungen zur Feststellung des am besten geeigneten Spenders laufen in mehreren
Stufen ab. Aus dem mit der Einverständniserklärung abgegebenen Wangenabstrich wird zunächst
- u.a. aus Kostengründen - nur ein Teil der Gewebemerkmale
(1. Stufe) bestimmt. Diese Merkmale werden mit denen der Patienten verglichen. Erst wenn
hierbei eine Übereinstimmung
besteht, wird der Spender wegen einer zweiten Blutprobe angeschrieben, aus der weitere
Merkmale (2. Stufe) typisiert werden. Dieser Zeitpunkt ist also nicht vorhersehbar.
Wenn auch die zweite Untersuchung Identität zwischen Spender- und Empfängermerkmalen zeigt,
wird mit Hilfe weiterer, spezieller Labormethoden der Kreis der evtl. in Betracht kommenden
Spender weiter eingeengt (3. Stufe). Gleichzeitig werden die Spender zu diesem Zeitpunkt um
ihr Einverständnis zur Testung auf bestimmte Viruserkrankungen wie Gelbsucht und HIV gebeten.
Wenn der geeignete Spender gefunden ist, wird dieser zu einem ausführlichen
Informationsgespräch mit einem nicht mit der eigentlichen Transplantation befaßten Arzt
eingeladen. Dabei erfolgt eine eingehende ärztliche Untersuchung, um jedes Risiko für ihn
selbst und für den Empfänger auszuschließen. Erst jetzt gibt der potentielle Spender seine
endgültige Zustimmung zur Entnahme der Blutstammzellen. Diese können auf zwei
unterschiedliche Arten gewonnen werden:

Foto: www.stefan-finger.de
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